Cannabis und Hanfprodukte erobern die Küche! Cannabis Müsli oder Hanfmehl gehören bereits zum Angebot der Supermärkte. Lesen Sie, was Sie mit Hanfprodukten kochen, backen und verfeinern können.

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(11.11.2020) Hanf in Lebensmittel sind aktuell der Trend. Doch keine Sorge, Sie wirken nicht berauschend. Es handelt sich hierbei nicht durch das Rauschmittel THC sondern um Cannabidiol auch CBD, ein nicht psychoaktives Cannabinoid aus der weiblichen Hanfpflanze. Viele Lebensmittel werden mit Hanfextrakten angereichert und viele Menschen schwören auf die gesundheitliche Wirkung und seinen Geschmack.  Dem CBD werden verschiedene pharmakologische Effekte zugesprochen. Es soll zum Beispiel beruhigend, entzündungshemmend oder angstlösend wirken.

Die Novel-Food-Verordnung der EU regelt die Verwendung von Cannabis in Lebensmitteln. Sie differenziert zwischen der Verwendung der natürlichen Pflanze Cannabis und extrahierten oder synthetisch gewonnenen Cannabinoiden. Eine Verwendung von Extrakten in Lebensmitteln ist demnach möglich aber immer genehmigungsbedürftig. Diese Genehmingung erhalten dieser Tage immer mehr Produkte, die auch in den Regalen der Supermarktketten zu finden sind: Hanftee und Kaffee, Hanfschokolade, Müsli, Cannabislolly’s und Hanföl zum kochen oder Hanfmehrl zum backen. Es gibt sogar Cannabis Likör und Gin.

Ein kalifornischer Starkoch bietet bereits Cannabis-Menüs an. Der Starkoch Chris Sayegh hat sich auf die Hanfküche spezialisiert. Es gibt bereits für den hausgebrauch verschiedenste Rezepte zum nachkochen. Mit Cannabis zu kochen ist leicht. Da CBD fettlöslich ist, kann es zum Beispiel in Kombination mit Olivenölden den meisten Rezepten einfach hinzugefügt werden. Bestens geeignet für das Salatdressing oder auch Pastasaucen.

Bei der Verwendung von Cannabisöl zum braten sollten Sie beachten, das das Öl eine niedrige Kochtemperatur aufweist. Es eignet sich daher eher zum kochen bei niedrigen Temperaturen. Sie sollten Cannabisöl-Gerichte nicht über 70-80 Grad zubereiten, da sonst ein bitterer Geschmack entsteht. Hervorragend ist das Öl für kalte Speisen, Dips und Dressings geeignet. Für Veganer gibt es auch veganes Hanfsamenöl aus kontrolliert biologischem Anbau.

Hanfmehl eignet sich hervorragend zum backen. Laut BZfE (Bundeszentrum für Ernährung) ist Hanf reich an Eiweiß und hochwertigen Fettsäuren, ebenso auch an Vitaminen wie Vitamin E, B1, B2 und B6. Es soll leicht verdaulich sein und kann gut als Ersatz zu tierischem Eiweiß verwendet werden. Es hat einen leicht nussigen Geschmack und liefert dem Körper zudem wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink. Dagegen besitzt es meist sehr wenige Kohlenhydrate.  Auch mit Cannabisbutter lässt sich in der Küche arbeiten. Cannabis wird auch für Pasta oder Gewürze wie Salzmischungen  verwendet. Probieren Sie einfach mal!

Redaktion